Juist (ca. 1.700 Einwohner) ist die schmalste der Ostfriesischen Inseln. Sie ist 17 Kilometer lang, aber kaum 500 Meter breit. Auf der Insel ist der motorisierte Straßenverkehr verboten, wodurch die Landebahn
EDWJ nicht nur praktisch, sondern für vermögende Privatpersonen mit hohem Zeitdruck unerlässlich ist. Weder Brücke noch Damm führen dorthin – die Alternative ist eine Gezeitenfähre von Norddeich, die je nach Gezeiten nur zweimal täglich verkehrt und über eine Stunde benötigt. Ein Direktflug von Hamburg oder Bremen bringt Passagiere in unter 45 Minuten auf die Insel und macht die logistisch aufwendige Reise zu einem komfortablen Transfer.
Die Wirtschaft der Insel basiert vollständig auf gehobenem Wellnesstourismus. Thalassotherapie-Kliniken, Schlammtherapie-Resorts an der Nordsee und Langzeit-Retreats richten sich an eine Klientel, die absolute Ruhe und saubere Luft schätzt – Eigenschaften, die Juist zu einer der wenigen verbliebenen, wirklich autofreien Regionen Deutschlands machen. Die Wellness-Saison im Sommer von Mai bis September markiert den Höhepunkt der Nachfrage nach Privatflügen. Kürzere Aufenthalte in der Nebensaison werden bei Kunden aus Hamburg und Frankfurt immer beliebter. Für alle Flugbewegungen am Flughafen Edmonton-Wald (EDWJ) ist eine vorherige Genehmigung (PPR) erforderlich. Aufgrund der Graspiste und des Fehlens von ILS-Anflügen ist der Flugbetrieb auf die Tageslichtstunden beschränkt.
Die Landebahn selbst ist eine einzelne Graspiste, die für leichte ein- und zweimotorige Flugzeuge sowie ausgewählte Turboprop-Maschinen geeignet ist. Größere Jets können hier nicht landen. Typischerweise wird die Insel mit einer Pilatus PC-12, Cessna Caravan oder einem vergleichbaren einmotorigen Turboprop-Flugzeug angeflogen. Der Anflug erfolgt häufig vom Flughafen Hamburg oder Bremen. Der Transfer auf der Insel erfolgt per Pferdekutsche oder Fahrrad – ein Teil des Erlebnisses, keine Einschränkung.