Praktischer Charter-Verhaltensguide für FBO, Crew, Privatsphäre, Kabine, Gäste und Trinkgeld.
Passenger conduct
The five rules that prevent most problems
Good etiquette is operational: accurate information, punctuality, privacy and respect for crew authority.
| Topic | Do | Avoid |
|---|---|---|
| Arrival | ✓Use the reporting time in the final itinerary. | Do not assume every FBO supports a 15-minute arrival. |
| Manifest | ✓Provide legal names, documents, baggage and pets early. | Do not add passengers or large items at the aircraft. |
| Crew authority | ✓Follow the captain on seating, alcohol and devices. | Do not pressure the crew to override safety or policy. |
| Privacy | ✓Ask before photographing people, registrations or other aircraft. | Do not post another passenger’s itinerary or location. |
| Tipping | ✓Treat it as optional and country-dependent. | Do not use a compulsory percentage rule. |
Privatjet-Etikette bedeutet vor allem: zur angegebenen Zeit kommen, korrekte Informationen liefern, Kapitänsautorität respektieren und Privatsphäre schützen.
Grundregeln
- Abschlussbriefing und Meldezeit beachten.
- Amtliche Namen sowie Gepäck, Tiere und Sonderteile melden.
- Crew-Anweisungen zu Sitz, Gurt, Gepäck und Alkohol folgen.
- Vor Fotos anderer Personen oder Flugzeuge fragen.
- Catering und Sonderwünsche vorher bestellen.
- Trinkgeld als freiwillig behandeln.
Vor dem Flug
Nicht gemeldete Ski, Hund, Rollstuhl, Instrument oder Zusatzpassagier können Flugzeug, Balance und Dokumente verändern.
FBO
15–30 Minuten sind häufig, aber nicht garantiert. Grenzen, Tiere und Assistenz können mehr Zeit benötigen. Verspätung kann Slot, Duty Time, Curfew oder nächsten Flug treffen. Operations sofort informieren.
Im Lounge diskret sprechen und keine fremden Personen oder Kennzeichen veröffentlichen.
Crew und Boarding
Der Kapitän entscheidet final. Charterzahlung überträgt nicht das Kommando. Auf Boarding-Einladung warten, Gepäck nicht selbst bewegen und Sitzanweisung befolgen.
Geräte und Vertraulichkeit
Regeln hängen vom Flugzeug ab. Flight Mode nutzen, wenn angewiesen. WLAN vor Buchung bestätigen. Die Kabine ist nicht gegenüber allen Mitreisenden vertraulich.
Catering, Alkohol, Kinder und Tiere
Allergien früh melden. Crew kann Alkohol begrenzen oder Beförderung verweigern. Kinder benötigen geeignete Sicherung. Tiere müssen genehmigt, dokumentiert und gesichert sein.
Kabine und Trinkgeld
Kein Dresscode. Praktische Kleidung und sichere Schuhe. Schäden vermeiden; Spezialreinigung kann berechnet werden. Trinkgeld hat keinen globalen Standard und ist freiwillig.
Als Gast
Keine Zusatzperson, Catering- oder Transferänderung ohne Organisator; keine Veröffentlichung von Route oder Gästen.
Fehler
Privat mit unreguliert verwechseln, spät kommen, Zusatzgepäck, Cockpit betreten, Gurt ignorieren, Fotos ohne Erlaubnis, unbestätigte Leistungen verlangen oder Crew unter Druck setzen.
FAQ
Kleidung?
Kein Standard; smart casual ist üblich.
Piloten tippen?
Optional und abhängig von Region und Firmenpolitik.
Telefon?
Nur gemäß Crew und System.
Freie Sitzwahl?
Oft, aber Sicherheit und Balance können Vorgaben machen.
Methodik
Betreiberpolitik, Gesetz und Kapitänsanweisung haben Vorrang.
Gute Etikette beginnt vor dem Flughafen
Korrekte Informationen und ein eingehaltenes Reisebriefing sind wichtiger als formelle Luxusregeln. Namen, Dokumente, Gepäck, Tiere, Catering und besondere Bedürfnisse müssen vor Abflug gemeldet werden. Ein zusätzlicher Passagier oder großer Koffer kann Manifest, Gewicht, Flugzeug und Grenzabfertigung verändern.
Zur vereinbarten Zeit erscheinen
Der Jet ist für die Gruppe geplant, doch Crew, Slot, Flughafenöffnungszeiten und Folgemission sind nicht unbegrenzt flexibel. Maßgeblich ist die Meldezeit im finalen Reiseplan. Bei Verspätung muss Operations sofort informiert werden.
Mögliche Folgen sind:
- Verlust des Slots;
- Wartegebühren;
- Überschreitung der Crew-Dienstzeit;
- Wechsel des Flughafens;
- Verschiebung oder Stornierung.
Verhalten im FBO
Ein Privatterminal bleibt ein professioneller Sicherheitsbereich. Dokumente sind bereitzuhalten, Zugangszonen und Anweisungen sind zu respektieren. Ein Fahrzeug direkt am Flugzeug ist nicht immer zulässig. Andere Passagiere, Crews oder Flugzeuge sollten nicht ohne Zustimmung fotografiert werden.
Diskretion ist besonders wichtig, weil das FBO von mehreren Kunden gleichzeitig genutzt werden kann.
Gäste und Passagierliste
Ein Gast darf nicht spontan mitfliegen. Jeder Passagier muss vom Betreiber akzeptiert und im Manifest erfasst sein. Bei internationalen Flügen werden Dokumente und Einreisevoraussetzungen geprüft.
Der Organisator informiert Gäste über:
- FBO und Adresse;
- Meldezeit;
- Dokumente;
- Gepäck;
- Tier-, Alkohol- und Rauchregeln;
- Operationskontakt.
Autorität der Crew
Der Kommandant trägt die Sicherheitsverantwortung. Anweisungen zu Gurten, Turbulenz, Bewegung, Alkohol, Gegenständen, Tieren und Verhalten sind verbindlich.
Kein Kunde kann verlangen, Wettergrenzen, Flughafenregeln, Wartung oder Crew-Dienstzeit zu umgehen.
Kabine respektieren
Die Kabine enthält hochwertige und empfindliche Ausstattung. Zu vermeiden sind:
- Getränke an Bedienelementen;
- Schuhe auf Sitzen;
- schwere Gegenstände ohne Hilfe;
- stark verschmutzende Speisen;
- Schäden durch Kinder oder Tiere;
- Dekoration ohne Freigabe.
Ein Schaden ist sofort zu melden, damit Betreiber und Wartung reagieren können.
Gepäck und Sondergegenstände
Ski, Golfbags, Instrumente, Kinderwagen, Produktionsausrüstung, Batterien und sperrige Gegenstände müssen vorab genehmigt werden. Die Kapazität hängt vom konkreten Flugzeug und der Passagierzahl ab. Privatflug bedeutet nicht unbegrenztes Gepäck.
Alkohol, Rauchen und Verhalten
Die Crew darf Alkohol begrenzen oder verweigern. Ein Passagier, der ein Sicherheitsrisiko darstellt, kann vom Flug ausgeschlossen werden.
Rauchen und Vaping sind meist verboten, sofern der Betreiber keine ausdrückliche Freigabe für dieses Flugzeug erteilt hat.
Telefon, WLAN und Vertraulichkeit
WLAN ist nicht garantiert. Für Gespräche ist ein Headset rücksichtsvoll. Vertrauliche Informationen sollten mit VPN, Blickschutz und sicherer Dokumentenaufbewahrung geschützt werden.
Position, Registrierung oder Namen anderer Passagiere dürfen nicht ohne Zustimmung veröffentlicht werden.
Kinder und Tiere
Eltern bleiben verantwortlich. Kindersitze und Rückhaltesysteme müssen genehmigt sein. Für Tiere sind Dokumente, Schutz der Kabine, Wasser, Leine und mögliche Reinigung vorzubereiten. Während Rollen, Start und Landung gelten die Crew-Anweisungen.
Catering
Sonderwünsche sind früh zu bestellen. Kleine Jets haben möglicherweise keinen Ofen oder großen Servicebereich. Vor der Landung muss die Kabine rechtzeitig gesichert werden.
Trinkgeld
Trinkgeld ist nicht verpflichtend; es gibt keinen universellen Betrag. Gepflogenheiten unterscheiden sich nach Land und Betreiber. Ein ehrliches Dankeschön ist angemessen. Bei außergewöhnlichem Service kann der Broker lokale Praxis erklären, ohne einen festen Betrag als Regel darzustellen.
Nach dem Flug
Persönliche Gegenstände prüfen, vergessene Dinge schnell melden und Ankunftsformalitäten beachten. Fotos auf dem Vorfeld können genehmigungspflichtig sein.
Etikette-Checkliste
Vorher: Manifest, Gepäck, Sonderwünsche, FBO und Meldezeit bestätigen.
An Bord: Briefing beachten, Crew respektieren, Kabine schützen und vor Fotos oder Rauchen fragen.
Danach: Eigentum prüfen, Schäden melden, Formalitäten einhalten und Crew ohne Trinkgeldpflicht danken.
Änderungen und Kosten
Kurzfristige Änderungen von Uhrzeit, Flughafen, Passagieren oder Gepäck sind möglich, aber nicht automatisch kostenlos. Sie können Slot, Crew-Dienstzeit, Flugzeugtauglichkeit, Zoll und Preis verändern. Jede Änderung sollte schriftlich bestätigt werden.
Respekt gegenüber anderen Reisenden
Bei einer Gruppe werden Lautstärke, Sitzordnung, Temperatur, Catering und Arbeitsbedarf abgestimmt. Wer Gäste einlädt, sollte Erwartungen vorab erklären. Ein Privatjet ist kein rechtsfreier Raum; Sicherheit und gegenseitige Rücksicht bleiben wichtiger als informelle Gewohnheiten.
Gruppenreisen
Bei mehreren Reisenden sollten Sitzordnung, Lautstärke, Temperatur, Catering und Arbeitsbedarf vorab abgestimmt werden. Der Hauptbucher informiert Gäste über FBO, Dokumente und Verhalten. Kurzfristige Wünsche werden über Operations koordiniert, nicht direkt als Sicherheitsanweisung an die Crew gestellt.
Alle Hinweise werden vor Abflug nochmals bestätigt und an die Gäste verteilt.
Vor dem ersten Flug weiterlesen
Nutzen Sie den Leitfaden für den ersten Privatflug, lesen Sie was ein FBO ist und fordern Sie ein Angebot an.
Kommunikation mit Crew und FBO
Gute Etikette bedeutet vor allem, Informationen früh zu teilen. Melden Sie Verspätung, Passagierwechsel, zusätzliches Gepäck, Tiere, Assistenzbedarf oder Cateringwünsche so bald wie möglich. Folgen Sie am Terminal den Anweisungen des Personals und gehen Sie nicht selbstständig zum Flugzeug. Die Crew trägt die Verantwortung für Sicherheit, Gepäckverteilung und Boarding. Freundliche Wünsche sind willkommen, dürfen aber keinen operativen Ablauf verzögern. Halten Sie Ausweise griffbereit, bestätigen Sie Änderungen schriftlich und informieren Sie den Ansprechpartner, wenn sich Ihre Ankunftszeit verändert.
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Geschrieben von
Sophie Marchant
Senior-Redakteurin für Business Aviation
Sophie Marchant ist Senior-Redakteurin für Business Aviation und berichtet über Privatjet-Strecken, Charterpreise, Flughafenzugang und Premium-Reiseabläufe in Europa und auf wichtigen internationalen Märkten. Ihre redaktionelle Arbeit verbindet Preis-Benchmarks von Betreibern, Flughafen- und FBO-Recherche, Verkehrskontext von Eurocontrol sowie Interviews mit Charter-Brokern, Dispatch-Teams und Spe
