Colonsay liegt etwa 25 Seemeilen westlich der Küste von Argyll und ist nur mit der Fähre von Caledonian MacBrayne erreichbar – eine Überfahrt, die über zwei Stunden dauern kann – oder mit einem Kleinflugzeug, das die Graspiste am Nordende der Insel anfliegt. Für vermögende Gäste, Gutsverwalter und Veranstalter ist die private Luftfahrt hier kein Luxus, sondern die einzig praktikable Option für zeitkritische Reisen. Die Piste ist für ein- und zweimotorige Kleinflugzeuge sowie kleine Turboprop-Maschinen wie die Pilatus PC-12 und die Cessna Caravan geeignet, weshalb die Flugzeugwahl bereits in der Planungsphase entscheidend ist. Die Insel wird als privates Anwesen verwaltet und bietet ein streng reglementiertes Besucherprogramm. Die saisonal geöffneten Gärten von Colonsay House ziehen spezialisierte Gartenbauexperten und private Gruppen an. Die Wildtiersaison dauert von April bis Oktober und lockt diskrete, vermögende Gäste zum Vogelbeobachten, zur Hirschjagd und zur Erkundung der Atlantikküste. Da es keine Linienflüge gibt, handelt es sich bei allen Flügen nach und von
EGEY um Charter- oder Überführungsflüge. Dadurch haben die Betreiber volle Vorfeldautonomie ohne Engpässe oder Slot-Beschränkungen.
Die Bodenabfertigung in EGEY ist bewusst minimal gehalten – es gibt keine Terminalinfrastruktur im herkömmlichen Sinne, und ankommende Passagiere steigen innerhalb weniger Sekunden nach der Blockierung direkt in Geländefahrzeuge oder Inseltransporte um. Die Treibstoffverfügbarkeit ist begrenzt und muss frühzeitig bestätigt werden. Bei internationalen Ankünften ist die Zollabfertigung nur nach vorheriger Absprache und unter Einbeziehung der zuständigen schottischen Grenzschutzbehörde möglich. Betreiber, die Flüge von außerhalb Großbritanniens anfliegen, sollten dies in ihrer Flugplanung berücksichtigen.